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Folge 303. September 2026· 1:18:10

Google Ads wird teurer: Die 4 wahren Ursachen – und was wirklich hilft

Klickpreise steigen seit Jahren – über alle Branchen und Plattformen hinweg. Laurin und Shahab erklären die vier wahren Ursachen: mehr Wettbewerb seit Corona, Budget-Giganten wie Amazon, Smart Bidding als Preistreiber und die schwache Kaufkraft. Dazu die Hebel, die wirklich helfen: besseres Angebot, Conversion-Rate, Warenkorbwert, Marke und Customer Lifetime Value – plus die Fehler, die du auf keinen Fall machen solltest.

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Kapitel (10)
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Das Wichtigste in Kürze

Wenn du Google Ads oder Meta Ads schaltest, hast du es längst gemerkt: Die Klickpreise steigen – seit Monaten, in manchen Branchen seit Jahren. Das ist kein Problem in deinem Werbekonto, sondern eine Entwicklung über den gesamten Markt hinweg. Shahab schaltet seit über 15 Jahren Google Ads und hat die komplette Entwicklung miterlebt. In dieser Folge erklären Laurin und Shahab, warum die Preise steigen – und welche Stellschrauben wirklich helfen. Spoiler: Die wichtigsten liegen nicht im Werbekonto.

So entstehen Klickpreise: Die Auktion dahinter

Egal ob Google-Suche, Display oder Meta: Hinter jeder Anzeigenausspielung steckt ein Auktionsverfahren. Mehrere Werbetreibende wollen auf dieselben Keywords oder Zielgruppen ausspielen, und die Plattform entscheidet per Auktion, wer oben steht. Jeder geht mit einer Punktezahl – dem Anzeigenrang – in die Auktion. Zwei Dinge treiben den Preis: mehr Teilnehmer und höhere Gebote.

Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied: Bei Google konkurrierst du nur in deiner Nische – du bietest quasi auf einer „kleinen Plattform“ rund um deine Suchanfragen. Deshalb sind die Steigerungen branchenspezifisch extrem unterschiedlich: Im PV-Bereich sind Klickpreise teils um Faktor 10 gestiegen (von 1 € auf 10 €), im Campingsektor nur moderat (etwa von 30 auf 45 Cent). Bei Meta teilen sich dagegen alle Werbetreibenden im Wesentlichen eine Plattform – dort steigen die Preise gleichmäßiger über alle Branchen hinweg.

Ursache 1: Mehr Wettbewerb – beschleunigt durch Corona

Der stärkste Einflussfaktor ist der gestiegene Wettbewerb. Immer mehr Unternehmen setzen auf online, und Corona war der größte Beschleuniger: Läden waren geschlossen, Onlineshops erlebten massive Umsatzsteigerungen, und klassische Offline-Unternehmen – etwa Möbelhäuser – bauten plötzlich ein Online-Standbein auf. Wo vor 15 Jahren vielleicht 10 bis 15 Werbetreibende in einer Auktion mitgeboten haben, sind es heute in manchen Bereichen 150. Shahabs Einordnung: „Wir reden von Inflation von 1000 % teilweise“ – 2014 gab es bei Meta noch Klicks für unter 10 Cent.

„Amazon ist fast immer dabei, Zalando, Home24, alle Großen sind dabei, und die sind meistens investorgetrieben, und die ballern Budget ohne Ende rein, ohne dass sie rentabel sind, machen den Markt kaputt, nutzen Google Ads gefühlt mehr als Sichtbarkeitskanal als Performancekanal.“
— Shahabim Video ansehenShahab erklärt, wie große Player die Auktionspreise für alle nach oben treiben.

Ursache 2: Budget-Giganten und die Dropshipping-Welle

Im E-Commerce kommt hinzu: Amazon, Zalando, Home24 und Co. sind in fast jedem Konto in den Top 2 oder 3 der Auktionsanteile. Viele dieser Player sind investorgetrieben, optimieren auf Wachstum statt auf schwarze Zahlen und nutzen Google Ads eher als Sichtbarkeits- denn als Performancekanal. Das zieht die Preise nach oben und verdrängt kleinere Anbieter. Parallel senkte die Digitalisierung die Einstiegshürden: Über Shopify konnte plötzlich jeder von zu Hause einen Shop eröffnen – die Dropshipping-Welle. Viele dieser Shops sind mangels Marge, Marke und Customer Lifetime Value inzwischen wieder verschwunden, haben die Auktionen aber jahrelang befeuert.

„Diese automatischen Biddings bekommen bevorzugt die guten Nutzer, die auch abschließen, und dadurch findet eine Art Manipulierung statt in der Auktion, im Auktionsmarkt.“
— Shahabim Video ansehenShahabs Beobachtung aus 15 Jahren Praxis, warum Smart Bidding klassische Kampagnen benachteiligt.
„Der einzige Gewinner ist Google und Meta. Für die ist es fantastisch, wenn sie viele Werbetreibende haben, die gerade so an der Grenze leben, bei denen es gerade so profitabel ist, dass sie die Anzeigen laufen lassen, aber der Preis maximal hoch ist.“
— Laurinim Video ansehenLaurin zieht das Fazit, wem die steigenden Klickpreise am Ende nutzen.

Ursache 3: Smart Bidding als Preistreiber

Früher hieß Google Ads: granulares Setup und tägliches Nachschrauben der Gebote. Heute arbeiten fast alle mit automatisierten Gebotsstrategien – und die haben eine Kehrseite. Shahabs Beobachtung: Kampagnen mit automatischem Bidding bekommen bevorzugt die kaufbereiten Nutzer, während klassische Kampagnen mit statischen Geboten nur noch den Durchschnitt abbekommen. Gleichzeitig geben immer mehr Werbetreibende ihre Gebote komplett an ROAS- oder CPA-Optimierung ab. Die Systeme bieten sich gegenseitig hoch – der Kuchen an gut konvertierenden Nutzern wird aber nicht größer. Ergebnis: steigende Klickpreise für alle, auch für manuelle Bieter. Der einzige sichere Gewinner ist die Plattform selbst. Wer noch ein uraltes Setup von vor Jahren laufen hat, sollte es deshalb modernisieren – mit automatisierten Gebotsstrategien oder PMax-Kampagnen. Aussteigen kann man aus dem Spiel kaum.

„Es ist keine Inflation von 100 %, wir reden von Inflation von 1000 % teilweise, was da passiert ist. Und das ist einfach der steigende Wettbewerb.“
— Shahabim Video ansehenShahab vergleicht die Meta-Klickpreise von 2014 mit heute.

Ursache 4: Kaufkraft, Energiepreise und Zinswende

Die Wirtschaftslage verschärft das Problem von der anderen Seite: Nach Corona kamen der Ukraine-Krieg und explodierende Energiepreise – die Leute hatten weniger Geld in der Tasche, teurere Produkte wie Möbel wurden seltener gekauft. Dazu die Zinswende: Finanzierungen großer Warenkörbe werden deutlich öfter abgelehnt, ob bei Klarna oder klassischen Banken. Shahab berichtet von einem Badmöbel-Shop, der 15 Jahre erfolgreich lief, während Corona teuer verkauft wurde – und dann um 60 bis 70 % einbrach, bis zur Insolvenz. In vielen Branchen ist zusätzlich das Suchvolumen gesunken: mehr Wettbewerber kämpfen um weniger Nachfrage.

„Du wirst dann vielleicht bei 100 Klicks 105 Klicks machen, aber dein Klickpreis steigt von 1 € auf 1,50 €. Alles wird teurer. Dadurch verschlechtert sich deine Kosten-Umsatz-Relation massiv.“
— Shahabim Video ansehenWarum blindes Budget- und Gebotserhöhen bei sinkendem Suchvolumen nicht funktioniert.

Was du auf keinen Fall tun solltest

Drei reflexartige Reaktionen bringen dich nicht weiter: Erstens einfach das Budget erhöhen – du machst aus 100 Klicks vielleicht 105, aber dein Klickpreis steigt von 1 € auf 1,50 €, und deine Kosten-Umsatz-Relation verschlechtert sich massiv. Zweitens sofort die Agentur wechseln: Wenn eine Agentur fünf Jahre einen ROAS von 800 geliefert hat und er auf 300 fällt, liegt es selten an den Kampagnen – sondern an Markt, Marge und Angebot. Drittens die Lösung nur im Werbekonto suchen: Dort holst du vielleicht 5 bis 10 % raus, aber das löst dein Problem nicht, wenn die Klickpreise weiter steigen.

„Du willst profitabler werden über Google Ads, aber die Antwort steckt in vielen Fällen nicht in Google Ads. Alles andere muss dann gezwungenermaßen auf deiner Website passieren.“
— Laurinim Video ansehenLaurin erklärt, warum die großen Optimierungshebel außerhalb des Werbekontos liegen.

Hebel 1: Dein Angebot und deine Positionierung

Im Internet herrscht absolute Preistransparenz. Wenn du das gleiche Produkt wie fünf andere Shops verkaufst und keine Differenzierung hast, brauchst du den Top-Preis – sonst hast du keine Chance. Willst du den Preiskampf nicht mitmachen, musst du an anderen Stellen wertvoller sein: Service, Beratung, Lieferzeit. Konkretes Beispiel: Wer als Dropship-Anbieter nachgefragte Produkte vorab lagert und statt in 10 Wochen in einer Woche liefert, kann auch 100 € mehr verlangen – wer etwas sofort will, zahlt dafür.

„Wenn die Conversionrate steigt, ist das ein viel stärkerer Hebel, als den Klickpreis zu senken.“
— Shahabim Video ansehenShahab benennt den wichtigsten Multiplikator gegen steigende Klickpreise.
„Wenn du als Shopinhaber deine Conversion Rate nur um 2 Absolutprozent erhöhst, von 2 auf 4 %, ist das sensationell, weil du deine Conversion Rate und deinen Umsatz um 100 % erhöht hast.“
— Laurinim Video ansehenLaurin rechnet vor, warum Conversion-Optimierung so mächtig ist.

Hebel 2: Conversion-Rate – der stärkste Multiplikator

Eine höhere Conversion-Rate ist ein viel stärkerer Hebel, als den Klickpreis zu senken. Die Rechnung ist simpel: Steigt deine Conversion-Rate von 2 auf 4 %, machst du mit denselben Klicks 100 % mehr Umsatz – und kannst dir plötzlich höhere Klickpreise leisten als dein Wettbewerb. Ein zentraler Faktor ist der „Message Match“: Wer auf eine Anzeige „Kühlbox für Angler“ klickt, erwartet auf der Landingpage genau diese Ansprache – nicht eine generische Kühlbox-Seite für Camper, Bauarbeiter und Festivalgänger. Genau dafür bauen Laurin und Shahab gerade ihr Tool AdFit (adfit.io), das Landingpages automatisch an die jeweilige Anzeige anpasst – in ersten Tests stieg die Warenkorbrate von 1,4 auf 4,8 %. Mit dem Code VOMKLICKZUMKUNDEN10 gibt es 10 % Rabatt.

Hebel 3: Warenkorbwert erhöhen

Gerade im E-Commerce entscheidet der durchschnittliche Warenkorb, ob du rentabel werben kannst. Bewährte Wege: Cross-Selling mit ergänzenden Produkten im Warenkorb, Bundles („5 Teile im Set, 20 % gespart“), psychologische Schwellen wie kostenfreier Versand ab 100 € bei einem Durchschnittswarenkorb von 80 € – und zunehmend KI-Produktberatung direkt im Shop. Denn Kunden fragen bei hochpreisigen Produkten heute ohnehin ChatGPT, ob das Angebot passt – und landen dann womöglich beim Wettbewerber. Besser, du beantwortest die Fragen selbst, bevor der Kunde deine Seite verlässt.

„Die Marke führt dazu, dass deine Klickpreise sinken. Wenn eine Wiedererkennung beim Nutzer ist, klickt er eher auf eine Marke, die er kennt. Dadurch steigt die Klickrate, und die Klickrate wird belohnt durch niedrigere Klickpreise.“
— Shahabim Video ansehenShahab erklärt den doppelten Effekt einer starken Marke auf die Werbeperformance.

Hebel 4 und 5: Marke und Customer Lifetime Value

Der nachhaltigste Hebel ist die Marke: Wer eine bekannte Marke hat, bekommt höhere Klickraten (weil Nutzer eher auf Bekanntes klicken), wird dafür mit niedrigeren Klickpreisen belohnt, erzielt höhere Conversion-Rates – und wird direkt gesucht. Der Trend ist messbar: Bei Google Trends sinkt das Suchvolumen für „Schuhe“, während „Zalando“ steigt. Wer als Marke gesucht wird, umgeht die Auktion komplett.

Eng damit verbunden: der Customer Lifetime Value – der Gesamtumsatz, den ein Kunde über die Zeit bei dir lässt. Es ist immer günstiger, einen Bestandskunden zu reaktivieren, als einen Neukunden zu gewinnen. Die Strategie: Neukunden über Google Ads einkaufen, dann über günstigere Kanäle wie E-Mail-Marketing und Retargeting halten. Ein Mobilfunkanbieter aus Shahabs Erfahrung kalkulierte beim Abschluss bewusst mit minus 1.000 € im ersten Jahr – profitabel wurde der Kunde erst nach zwei Jahren. Wichtig: Das funktioniert nur mit passendem Sortiment. Wer nur Badmöbel verkauft (Kauf alle 10 Jahre), braucht Ergänzungen wie Accessoires und Reiniger, die regelmäßig nachgekauft werden.

„Es ist immer günstiger, immer besser, einen Kunden, der schon mal bei dir gekauft hat, zu reaktivieren und zu einem Neukauf zu bewegen, wie einen Neukunden zu gewinnen. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.“
— Laurinim Video ansehenLaurin über Retention als fünfte Funnel-Stufe nach AIDA.

Fazit: Kenne deine Zahlen – dann optimiere außerhalb des Kontos

Steigende Klickpreise sind kein Bug in deinem Konto, sondern das Ergebnis von mehr Wettbewerb, Budget-Giganten, Smart Bidding und schwacher Kaufkraft. Die Antwort liegt selten in Google Ads selbst: Erhöhe nicht blind Budget oder Gebote und wechsle nicht reflexartig die Agentur. Kenne stattdessen deine Zahlen – Conversion-Rate, Warenkorbwert, Customer Lifetime Value – und arbeite an Angebot, Landingpage, Marke und Bestandskunden. Wer den Customer Lifetime Value steigert, gewinnt doppelt: mehr eigener Umsatz und weniger Umsatz beim Wettbewerber, den der in Ads investieren könnte.

Faktencheck zur Folge

Wir prüfen die wichtigsten Zahlen und Aussagen jeder Folge nach – hier die Ergebnisse mit Quellen.

„Die Klickpreise bei Google Ads sind über den ganzen Markt hinweg in den letzten Jahren immer weiter gestiegen.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Branchenbenchmarks bestätigen einen breiten Anstieg: Der durchschnittliche Search-CPC in Deutschland stieg von Q1 2024 bis Q1 2026 um rund 18 % (von ca. 1,12 € auf 1,32 €), und laut DACH-Auswertungen verzeichneten 87 % aller Branchen 2025 steigende CPCs. Im B2B-Bereich stieg der CPC für Non-Brand-Suchanzeigen von 8/2024 bis 7/2025 sogar um rund 29 %.

📍 Im Video ab 0:56 ansehen ↗

Quellen: Bravery Technology – Google Ads Statistiken 2026 (DACH)Adkontakt – Google Ads Benchmarks 2026 DACHGoldorange – Google Search Ads 2025 im B2B

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„Der erste große Corona-Lockdown in Deutschland kam 2020.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Der erste bundesweite Lockdown mit weitreichenden Kontaktbeschränkungen und Geschäftsschließungen begann in Deutschland Mitte/Ende März 2020. Die Angabe der Hosts ist korrekt.

📍 Im Video ab 3:51 ansehen ↗

Quellen: Wikipedia – COVID-19-Pandemie in Deutschland (Chronik)

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„Bei Meta gab es Ende 2025/Anfang 2026 ein Update der grundlegenden Auktions-/Gebotsmechanik, das den CPM für alle Werbetreibenden sprunghaft ansteigen ließ.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen

Belegt ist ein deutlicher CPM-Anstieg von rund 20 % pro Jahr in 2024/2025 und 2025/2026 (Triple Whale, Ryze-Benchmarks), getrieben durch KI-gestützte Auktionsdynamik (u. a. das 'Andromeda'-Update am Ausspielungssystem) und mehr Wettbewerb. Ein einzelnes, datierbares Update der Auktionsgebotsmechanik Ende 2025/Anfang 2026 mit sprunghaftem CPM-Anstieg lässt sich so nicht belegen.

Richtig ist: Metas CPMs stiegen 2024–2026 um ca. 20 % pro Jahr; Treiber sind Metas KI-Umbauten am Ausspielungs- und Auktionssystem (u. a. Andromeda, Advantage+) sowie steigender Wettbewerb – nicht ein einzelnes Auktions-Update Anfang 2026.

📍 Im Video ab 9:41 ansehen ↗

Quellen: Ryze – Meta Ads Benchmarks 2026 (CPM +20 % YoY)BTB Audits – Meta CPM Inflation 2026Triple Whale – Facebook Ad Benchmarks

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„Amazon hatte eine Zeit lang seine Google-Shopping-Anzeigen komplett abgeschaltet, ist aber wieder dabei.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Amazon pausierte zwischen dem 21. und 23. Juli 2025 seine Google-Shopping-Anzeigen weltweit (über 20 internationale Domains plus USA) und kehrte Ende August 2025 auf den internationalen Märkten zurück, während die USA zunächst pausiert blieben. Bereits 2020 gab es eine kleinere Pause.

📍 Im Video ab 15:33 ansehen ↗

Quellen: Search Engine Land – Amazon resumes Google Shopping adsDigiday – Amazon cut Google Shopping ad spendingPriceShape – Amazon pausierte Google Shopping Ads

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„Schon seit etwa 2016/2017 hat Amazon Google bei der Produktsuche überholt.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Studien bestätigen die Richtung und den Zeitraum: In den USA starteten schon um 2016 mehr als 50 % der Produktsuchen bei Amazon, in Deutschland lag Amazon bereits 2015–2017 vor Google als Startpunkt der Produktsuche. Neuere Studien (Remazing/Appinio 2023) nennen sogar 74–79 % der Amazon-Shopper, die dort statt bei Google mit der Suche beginnen.

📍 Im Video ab 15:48 ansehen ↗

Quellen: shopanbieter.de – Kampf um die Produktsuche (2017)HORIZONT – Amazon Shopper ReportOMR – Studie: Produktsuche startet bei Amazon

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„Ein Döner kostete 2010 rund 4 € in Hamburg bzw. 3,50 € in Berlin und liegt mittlerweile bei fast 10 €.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen

Die früheren Preise von ca. 3,50–4 € sind plausibel belegt ('noch vor wenigen Jahren 3,50 €'). Aktuell liegt der bundesweite Durchschnitt aber eher bei 7–8 €; in Großstädten wie Frankfurt im Schnitt ca. 9,60 €, und nur einzelne Läden verlangen bereits über 10 €. Branchenvertreter erwarten, dass die 10-Euro-Marke bald erreicht wird.

Richtig ist: Der Döner kostet im Bundesschnitt aktuell etwa 7–8 €; in Großstädten sind 8–9,60 € üblich, einzelne Läden liegen über 10 € – 'fast 10 €' gilt also nur für teure Großstadtlagen, nicht flächendeckend.

📍 Im Video ab 30:58 ansehen ↗

Quellen: inFranken – Fleischkrise treibt Dönerpreis Richtung 10 EuroinsideBW – Dönerpreise: Durchschnitt und Großstädte

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„Mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sind die Energiepreise in Deutschland durch die Decke geschossen, wodurch die Leute weniger Geld für teure Produkte wie Möbel hatten.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Destatis bestätigt massive Preissprünge: Importiertes Erdgas kostete im Februar 2022 rund 256 % mehr als ein Jahr zuvor, importiertes Erdöl lag im März 2022 87,5 % über Vorjahr. Laut Verivox stiegen die Energiekosten der Haushalte in der Spitze um 35 % und lagen im Oktober 2022 auf einem Allzeithoch; noch 2026 zahlen Haushalte rund 21 % mehr als vor dem Krieg.

📍 Im Video ab 31:41 ansehen ↗

Quellen: Destatis – Energiepreise: Hohe Steigerungen auf allen WirtschaftsstufenVerivox – 1 Jahr Ukraine-Krieg: Energiekosten

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„Die Möbelbranche hat während Corona massiv profitiert, danach ist der Markt eingebrochen und es gehen immer mehr Möbelhändler pleite.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Nach dem Corona-Boom brachen die Umsätze der deutschen Möbelhersteller 2024 um 7,4 % auf 16,4 Mrd. € ein, der Handel verlor 6–8 %. Laut Allianz Trade stiegen die Insolvenzen in der Möbelbranche 2024 auf über 230 Fälle – ein Zehn-Jahres-Hoch, mit weiter steigender Tendenz 2025.

📍 Im Video ab 35:05 ansehen ↗

Quellen: FalkenSteg/dpa – Möbelbranche in der KriseInsolvenzkarte – Möbel-Insolvenzen Statistiken

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„Meta hat granulare Ausrichtungsmöglichkeiten (auch demografische/interessenbasierte) entfernt, unter anderem aus Datenschutzgründen.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Zum 19. Januar 2022 entfernte Meta Detailed-Targeting-Optionen zu sensiblen Themen (Gesundheit, Religion, politische Einstellung, sexuelle Orientierung u. a.). Ab Juni 2025 wurden zudem viele Interessenkategorien zu breiteren Gruppen zusammengelegt und Targeting-Ausschlüsse komplett gestrichen (aktiv ab 31.3.2025 bzw. final zum 15.1.2026).

📍 Im Video ab 10:27 ansehen ↗

Quellen: OnlineMarketing.de – Meta entfernt zentrale Targeting-OptionenConversios – Meta Advantage+ vs. Detailed Targeting 2026AdsUploader – Meta Audience Targeting 2026

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„Die Kauflust in Deutschland ist generell niedriger und der Index sinkt jedes Jahr.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen

Richtig ist: Das GfK/NIM-Konsumklima liegt seit 2022 auf historisch sehr niedrigem Niveau und die Anschaffungsneigung stagniert tief; Hauptgrund sind laut GfK die stark gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel. Der Index sinkt aber nicht kontinuierlich jedes Jahr – es gab z. B. 2023 acht Anstiege in Folge und Erholungsphasen Anfang 2024, gefolgt von neuen Rückschlägen (Juni 2026: −29,8 Punkte).

Richtig ist: Das Konsumklima verharrt seit 2022 auf sehr niedrigem Niveau, schwankt aber mit Erholungs- und Rückschlagsphasen – von einem jährlich kontinuierlich sinkenden Index kann man nicht sprechen.

📍 Im Video ab 33:56 ansehen ↗

Quellen: NIM/GfK – Konsumklima Januar 2025Handelsdaten.de – GfK-Konsumklima-Indikator (Juni 2026)Gabot/GfK – Kaufzurückhaltung durch Energie- und Lebensmittelpreise

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„Eine höhere Klickrate ist ein Qualitätsfaktor aus Googles Sicht und wird mit mehr Ausspielung und niedrigeren Klickpreisen belohnt.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Der Google-Ads-Qualitätsfaktor setzt sich aus erwarteter Klickrate, Anzeigenrelevanz und Landingpage-Erfahrung zusammen; ein hoher Wert führt zu besseren Anzeigenpositionen und in der Regel niedrigeren CPCs. Die erwartete CTR gilt dabei in der Praxis als besonders einflussreiche Komponente.

📍 Im Video ab 1:02:59 ansehen ↗

Quellen: Ostend Digital – Qualitätsfaktor bei Google Adsklickwert – Google Ads Qualitätsfaktor verbessern

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„Google Trends zeigt: Das Suchvolumen für generische Begriffe wie 'Schuhe' sinkt seit 2014, während Markensuchen wie 'Zalando' steigen – die Leute suchen immer mehr nach Marken.“❔ Nicht belegtBegründung & Quellen

Für diese konkrete Trends-Behauptung ließ sich keine belastbare Quelle finden. Es gibt Belege für die generelle Bedeutung von Markensuchen und dafür, dass das Interesse an Zalando in Trends zeitweise stark war; ein durchgängiger Rückgang von 'Schuhe' seit 2014 bei gleichzeitig stetig steigendem 'Zalando'-Suchvolumen bis heute ist jedoch nicht dokumentiert – Zalando-Suchinteresse erreichte um 2020/21 seinen Höhepunkt und schwankt seitdem.

📍 Im Video ab 1:07:30 ansehen ↗

Quellen: Kundenwachstum – Google Trends: Markenvergleich Zalando/About YouWebsite Boosting – Google liebt Marken

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Ads-Hebel-Rechner

Rechne selbst nach: Wie viel steigende Klickpreise dich wirklich kosten – und wie Conversion-Rate, Abschlussquote und Kundenwert den Anstieg überkompensieren.

Zur Tool-Seite mit ausführlicher Anleitung →

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