Ads-Hebel-Rechner
Klickpreise steigen? Rechne aus, wie Conversion-Rate, Warenkorbwert und Kundenwert teurere Klicks überkompensieren. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Was der Ads-Hebel-Rechner macht – und für wen er ist
Der Ads-Hebel-Rechner zeigt dir, wie stark steigende Klickpreise deine Kosten pro Kunde wirklich erhöhen – und welche Hebel außerhalb des Werbekontos den Anstieg ausgleichen oder sogar überkompensieren. Er ist gemacht für Inhaber:innen und Marketing-Verantwortliche kleiner und mittlerer Unternehmen, die Google Ads oder andere bezahlte Anzeigen schalten. Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser, ohne Anmeldung, ohne Tracking, ohne Datenspeicherung.
Der Rechner ist das Begleit-Tool zur Podcast-Folge „Google Ads wird teurer: Die 4 wahren Ursachen – und was wirklich hilft“, in der Laurin und Shahab erklären, warum Klickpreise über alle Branchen hinweg steigen – und warum die Lösung nicht im Werbekonto liegt, sondern bei Angebot, Conversion-Rate, Warenkorbwert und Customer Lifetime Value.
So benutzt du das Tool
Wähle zuerst dein Geschäftsmodell: Lead-Generierung (du sammelst Anfragen, der Vertrieb schließt ab) oder E-Commerce / Onlineshop (Besucher bestellen direkt).
Deine IST-Zahlen eintragen
- Klickpreis (CPC): Was dich ein Klick auf deine Anzeige heute durchschnittlich kostet.
- Conversion-Rate: Bei Lead-Generierung der Anteil der Besucher, die zum Lead werden; im Shop der Anteil, der bestellt.
- Abschlussquote (nur Lead-Modus): Wie viele Leads dein Vertrieb tatsächlich zu Kunden macht.
- Umsatz pro Abschluss bzw. durchschnittlicher Warenkorbwert (AOV): Was ein Abschluss oder eine Bestellung im Schnitt einbringt.
- Bruttomarge (nur Shop-Modus): Wie viel Prozent vom Umsatz nach Wareneinsatz übrig bleiben.
- Customer Lifetime Value (optional): Wie oft ein gewonnener Kunde innerhalb eines Betrachtungszeitraums insgesamt kauft oder bestellt. Der Zeitraum dient nur der Einordnung – gerechnet wird mit der Anzahl der Käufe.
Hebel einstellen
Mit vier Reglern simulierst du Veränderungen: Conversion-Rate, Abschlussquote (Lead) bzw. Warenkorbwert (Shop), Käufe oder Bestellungen pro Kunde (CLV-Hebel) und das Marktumfeld, also einen steigenden oder fallenden Klickpreis. Wichtig: Alle Hebel wirken in beide Richtungen – du kannst auch negative Szenarien wie sinkende Kaufkraft durchspielen. Fertige Szenario-Buttons wie „Nur Gegenwind“, „Optimierer“ oder „Kaufkraft sinkt“ setzen typische Kombinationen mit einem Klick.
So liest du die Ergebnisse
- Kosten pro Lead (CPL): Klickpreis geteilt durch Conversion-Rate – was dich eine Anfrage kostet.
- Kosten pro Kunde (CAC): Kosten pro Lead geteilt durch Abschlussquote – was dich ein zahlender Kunde kostet.
- Kosten pro Bestellung (CPO): Klickpreis geteilt durch Shop-Conversion-Rate.
- ROAS: Umsatz je eingesetztem Werbe-Euro – im Shop Warenkorbwert geteilt durch Kosten pro Bestellung.
- Deckungsbeitrag pro Bestellung: Warenkorbwert mal Marge, minus Werbekosten. Ist er negativ, ist die erste Bestellung ein Verlustgeschäft – das kann sich trotzdem lohnen, wenn Kunden wiederkommen.
- Break-even-ROAS: Eins geteilt durch die Marge – ab diesem ROAS ist eine Bestellung profitabel.
- Max. rentabler CPC: Der höchste Klickpreis, bei dem die erste Bestellung gerade noch kostendeckend ist.
- CLV-ROAS: Umsatz je Werbe-Euro über die gesamte Kundenbeziehung – denn Folgebestellungen kommen ohne erneute Werbekosten.
Der Vergleich „Ist heute“ gegen „Mit deinen Hebeln“ zeigt dir sofort, ob deine Maßnahmen den Klickpreis-Anstieg schlagen. Ein Klartext-Satz fasst das Ergebnis zusammen. Der mathematische Kern: Ein Klickpreis-Anstieg um einen bestimmten Prozentsatz wird von einer Conversion-Rate-Verbesserung um denselben Prozentsatz exakt neutralisiert.
Fachbegriffe kurz erklärt
CPC (Cost per Click): Der Preis, den du pro Klick auf deine Anzeige zahlst.
Conversion-Rate: Der Anteil der Besucher, die die gewünschte Aktion ausführen – etwa eine Anfrage stellen oder bestellen.
CAC (Customer Acquisition Cost): Die gesamten Werbekosten, die anfallen, bis aus einem Klick ein zahlender Kunde wird.
ROAS (Return on Ad Spend): Wie viel Umsatz jeder investierte Werbe-Euro zurückbringt.
Customer Lifetime Value (CLV): Der Wert eines Kunden über die gesamte Kundenbeziehung – inklusive Folgeaufträgen und Wiederbestellungen, die dein Werbekonto nicht sieht.
Häufige Fragen
Warum steigen meine Klickpreise überhaupt?
In der Podcast-Folge nennen Laurin und Shahab vier Ursachen: mehr Wettbewerb seit Corona, Budget-Giganten wie Amazon in den Auktionen, Smart Bidding als Preistreiber und die schwache Kaufkraft. Auf keine davon hast du direkten Einfluss – deshalb rechnet das Tool mit den Hebeln, die du selbst kontrollierst.
Wie gleiche ich einen steigenden Klickpreis aus?
Eine Verbesserung der Conversion-Rate um denselben Prozentsatz wie der Klickpreis-Anstieg neutralisiert ihn exakt. Beispiel aus dem Rechner: Steigt der CPC um 40 %, verbessern aber Conversion-Rate (+50 %) und Abschlussquote (+20 %) deine Zahlen, sinken die Kosten pro Kunde trotzdem – im Standardbeispiel um 22 %.
Was ist der stärkste Hebel gegen teure Klicks?
Oft der Customer Lifetime Value: Dein Werbekonto sieht nur den ersten Abschluss oder die erste Bestellung. Kauft ein Kunde dreimal statt einmal, verdreifacht sich dein Umsatz je Werbe-Euro – ohne einen Euro mehr Werbebudget.
Kann ich auch negative Szenarien durchrechnen?
Ja. Alle Regler funktionieren in beide Richtungen. Du kannst zum Beispiel eine um 20 % sinkende Kaufkraft beim Warenkorb oder eine fallende Conversion-Rate simulieren und sehen, was das für ROAS und Kosten pro Kunde bedeutet.
Werden meine Daten gespeichert?
Nein. Alle Berechnungen laufen ausschließlich lokal in deinem Browser – ohne Cookies, ohne Tracking, ohne Datenübertragung. Über „Ergebnis als Link teilen“ kannst du deine Eingaben als URL weitergeben, gespeichert wird dabei nichts.
Mehr davon?
Im Podcast „Vom Klick zum Kunden“ zeigen wir jede Woche, wie Marketing wirklich funktioniert – mit Tools wie diesem zu vielen Folgen.