Welcher Kanal-Schwerpunkt passt zu deinem lokalen Betrieb?
Vier Fragen, klare Antwort: Sollte dein lokaler Betrieb auf Google Ads oder Social Media setzen? Mach den Check und hol dir konkrete nächste Schritte.
Was dieser Kanal-Check macht – und für wen er ist
Der Kanal-Check zeigt dir in vier kurzen Fragen, ob dein lokaler Betrieb den Schwerpunkt seines Werbebudgets auf Google Ads oder auf Social Media legen sollte. Er richtet sich an Inhaber:innen lokaler Unternehmen wie Handwerksbetriebe, Zahnarztpraxen, Kanzleien, Friseursalons oder Restaurants. Am Ende bekommst du nicht nur eine Empfehlung, sondern eine konkrete Liste mit nächsten Schritten – plus einen Hinweis, falls dir eine der drei Grundvoraussetzungen noch fehlt.
Die Logik dahinter stammt aus der Podcast-Folge „Lokales Marketing: So investierst du 1.000 € Budget richtig“, in der Laurin und Shahab durchspielen, wohin ein monatliches Budget von 1.000 € fließen sollte – und wann die typische Verteilung kippt.
So benutzt du das Tool
Du beantwortest vier Fragen per Klick, mehr ist nicht nötig:
- Hast du ein Google-Unternehmensprofil? Also einen Eintrag auf Google Maps. Der Großteil der lokalen Suche läuft über Google – ohne Profil bist du dort unsichtbar und kannst auch keine Bewertungen sammeln.
- Hast du eine eigene Website? Nur mit eigener Website kannst du Besucher später per Retargeting wieder ansprechen – auch geräteübergreifend: Jemand sucht am Laptop und sieht deine Anzeige später auf dem Handy in Instagram.
- Hast du einen Social-Media-Account mit ein paar Grundposts? Meist reicht Instagram mit Vorstellungspost, einem Vorher-Nachher-Beispiel und einem gelösten Kundenproblem – deine digitale Visitenkarte.
- Wie verkaufst du hauptsächlich? Das ist die entscheidende Weiche: Kommt erst eine Anfrage und du verkaufst danach im persönlichen Gespräch (z. B. Handwerker, Anwalt, Zahnarzt)? Oder muss dein Angebot visuell im ersten Eindruck überzeugen (z. B. Friseur, Restaurant, Tattoo-Studio)?
So liest du dein Ergebnis
Warnhinweis: Grundbausteine fehlen
Fehlt dir Unternehmensprofil, Website oder ein Social-Account mit Grundposts, zeigt das Tool zuerst eine Warnbox. In der Folge sind sich Laurin und Shahab einig: Bevor Geld in Anzeigen fließt, müssen diese drei Dinge stehen. Sonst verpufft dein Budget – etwa weil Retargeting ohne Website gar nicht funktioniert.
Schwerpunkt Google Ads (Anfrage-Geschäft)
Verkaufst du über Anfragen, empfiehlt das Tool den Löwenanteil des Budgets für die Google-Suche. Der Grund: Wer bei Google lokal sucht, hat konkreten Bedarf und fast immer eine Kaufabsicht. Die Schrittliste umfasst unter anderem zwei Suchkampagnen (enger Umkreis für „… in der Nähe“, größerer Umkreis für „Dienstleistung + Stadt“), eine Performance-Max-Kampagne für den auffälligen Anzeigen-Pin auf Google Maps und ein kleines Retargeting-Budget auf Social Media.
Schwerpunkt Social Media (visuelles Geschäft)
Muss dein Angebot im ersten Eindruck überzeugen, dreht sich das Verhältnis zugunsten von Social Media. Deine Zielgruppe sucht und vergleicht direkt auf Instagram; Likes und Kommentare sind dort die Vertrauenswährung. Das Tool empfiehlt dann regelmäßiges Posten, gezieltes Pushen von Beiträgen mit Ziel Interaktion und enges lokales Targeting – in der Folge etwa das Beispiel Mittagstisch-Anzeigen nur vormittags im Umkreis des Restaurants. Google Maps bleibt trotzdem Basis, nur mit kleinerem Anteil.
Fachbegriffe kurz erklärt
- Retargeting: Werbung an Menschen, die schon auf deiner Website oder deinem Profil waren. Diese „warmen Kontakte“ sprichst du wieder an, bis sie buchen – laut Folge wirkt das schon mit kleinem Tagesbudget.
- Google-Unternehmensprofil: Dein kostenloser Eintrag auf Google Maps und in der lokalen Suche. Voraussetzung für Bewertungen, Standorterweiterungen und den größeren Anzeigen-Pin.
- Performance-Max-Kampagne: Ein Google-Ads-Kampagnentyp, mit dem du unter anderem als Anzeige auf Google Maps mit einem auffälligeren Pin erscheinst.
- Lokales SEO: Maßnahmen, damit deine Website ohne Anzeigen lokal gefunden wird. In der Folge klar als Marathon eingeordnet: Erst per Anzeigen den Proof of Concept holen, dann Orts-Unterseiten langsam ausbauen.
Häufige Fragen
Was, wenn mir noch Website oder Unternehmensprofil fehlen?
Dann zeigt dir das Tool genau, welcher Grundbaustein fehlt und warum er wichtig ist. Die klare Empfehlung aus der Folge: Erst die drei Grundbausteine aufsetzen, dann Werbebudget investieren.
Heißt „Schwerpunkt Google Ads“, dass ich Social Media weglassen kann?
Nein. Auch im Anfrage-Geschäft brauchst du Social Media als digitale Visitenkarte mit ein paar Grundposts – plus ein kleines Retargeting-Budget für warme Kontakte.
Und umgekehrt: Kann ich als Restaurant Google ignorieren?
Auch nicht. Das Tool empfiehlt auch im visuellen Geschäft eine lokale Performance-Max-Kampagne für den Maps-Pin und eine kleine Suchkampagne mit engem Umkreis als Basis.
Sind meine Antworten verbindlich gespeichert?
Nein. Du klickst dich durch, siehst dein Ergebnis und kannst über „Nochmal von vorn“ jederzeit neu starten – etwa um beide Geschäftsmodelle zu vergleichen.
Ersetzt der Check eine individuelle Beratung?
Er gibt dir die Faustregel aus der Podcast-Folge als Startpunkt an die Hand. Für Sonderfälle – etwa Portale wie anwalt.de als Ergänzung – lohnt sich das Reinhören in die komplette Folge.
Mehr davon?
Im Podcast „Vom Klick zum Kunden“ zeigen wir jede Woche, wie Marketing wirklich funktioniert – mit Tools wie diesem zu vielen Folgen.