Der Conversion-Killer-Check: 12 Punkte für deine Website
Prüfe deine Website auf die 12 häufigsten Conversion-Killer – von Ladezeit bis Message Match. Hake ab, sieh deinen Score und starte gezielt durch.
Was der Conversion-Killer-Check macht – und für wen er ist
Der Conversion-Killer-Check ist eine interaktive Checkliste mit 12 Punkten, mit der du deine Website auf die häufigsten Conversion-Bremsen prüfst – von der Ladezeit über Vertrauenselemente bis zum Message Match zwischen Anzeige und Landingpage. Er richtet sich an Inhaber:innen und Marketing-Verantwortliche kleiner und mittlerer Unternehmen, die mehr Anfragen oder Verkäufe aus ihrem bestehenden Traffic holen wollen. Die Grundidee dahinter: Die Conversion Rate zu verdoppeln ist deutlich einfacher, als den Klickpreis dauerhaft zu halbieren – das Ergebnis ist dasselbe: doppelt so viele Anfragen.
So benutzt du das Tool
Die Bedienung ist bewusst simpel: Du gehst die 12 Punkte durch und hakst alles ab, was auf deiner Website bereits erledigt ist. Die Punkte sind in drei Bereiche gegliedert:
- Die Basics: Ladezeit (auch mobil getestet), der 5-Sekunden-Test, ein einziger klarer Call-to-Action statt fünf Optionen und ein CTA, der eine klare Erwartung weckt. Diese Punkte wirken immer – dafür brauchst du keinen A/B-Test.
- Vertrauen: Bewertungen von bekannten Plattformen wie Trusted Shops oder Proven Expert, sichtbare Siegel und Zertifikate, sichtbar beantwortete Pain Points deiner Zielgruppe und ein sauberes Impressum mit bewusstem (z. B. regionalem) Bezug.
- Messen & Testen: eingerichtetes Tracking, fortlaufende A/B-Tests, getestete statt geratene Formulare und der Message Match zwischen Anzeige und Landingpage.
Zu jedem Punkt steht eine kurze Erklärung direkt in der Checkliste – inklusive der Beispiele aus der Folge, etwa der hautschonenden Poolchemie oder dem Autohändler, der sich vom „Kiesplatz um die Ecke“ abgrenzen will.
So liest du dein Ergebnis
Oben in der Leiste siehst du jederzeit deinen aktuellen Stand als Score, zum Beispiel „7 / 12“. Der Fortschrittsbalken füllt sich mit jedem Haken. Unter der Liste bekommst du eine konkrete Empfehlung, was du als Nächstes angehen solltest:
- 0–3 Punkte: Es liegt viel Potenzial brach. Starte mit den Basics – Ladezeit, 5-Sekunden-Test und ein klarer Call-to-Action. Die kannst du sofort umsetzen.
- 4–7 Punkte: Solide Grundlage. Jetzt sind die Vertrauenselemente dran: Bewertungen, passende Siegel und sichtbare Antworten auf die Sorgen deiner Zielgruppe.
- 8–11 Punkte: Stark. Jetzt zählt systematisches Testen – ab etwa 200 Besuchern pro Monat immer einen A/B-Test laufen lassen und den Message Match prüfen.
- 12 Punkte: Alles abgehakt – dann geht es darum, das Testen zur Routine zu machen.
Zur Einordnung deiner eigenen Conversion Rate nennt die Checkliste Richtwerte aus der Folge: Online-Shops liegen meist bei 1,5–4 %, Anfragen bei Dienstleistungen bei 3–9 %.
Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt
Conversion Rate
Die Conversion Rate ist der Anteil deiner Website-Besucher, der die gewünschte Handlung ausführt – also anfragt oder kauft. Kommen 100 Personen auf deine Seite und 3 fragen an, liegt deine Conversion Rate bei 3 %.
Call-to-Action (CTA)
Der Call-to-Action ist die zentrale Handlungsaufforderung auf deiner Seite, meist ein Button wie „Jetzt Termin vereinbaren“. Wichtig: ein Haupt-CTA statt mehrerer konkurrierender Optionen – und der Nutzer sollte wissen, was nach dem Klick passiert.
A/B-Test
Bei einem A/B-Test sehen 50 % deiner Besucher Version A deiner Seite und 50 % Version B. So findest du heraus, welche Variante besser konvertiert – statt zu raten. Sinnvoll ab etwa 200 Besuchern pro Monat, mit mindestens einem Monat Laufzeit pro Test.
Message Match
Message Match bedeutet: Deine Landingpage sagt genau das, was die Anzeige versprochen hat. Wer auf „Kühlbox für Angler“ klickt, sieht eine Seite für Angler – im Beispiel aus der Folge stieg die Conversion Rate dadurch von 1,4 % auf 4,8 %.
Der Hintergrund aus der Podcast-Folge
Die 12 Punkte stammen aus Folge 9: „Conversion-Rate-Optimierung: Der günstigste Weg zu mehr Kunden“, in der Laurin und Shahab die häufigsten Conversion-Killer durchgehen und echte A/B-Test-Beispiele zeigen – inklusive des überraschenden Falls, in dem ein 20-Minuten-Video die 5-Minuten-Version um 30 % mehr Verkäufe schlug. Die Kernbotschaft: Klickpreise steigen unaufhaltsam, aber deine Conversion Rate ist der Hebel, den du selbst in der Hand hast.
Häufige Fragen
Was ist ein Conversion-Killer?
Ein Conversion-Killer ist ein Element (oder ein fehlendes Element) auf deiner Website, das Besucher am Anfragen oder Kaufen hindert – zum Beispiel eine lange Ladezeit, ein unklares Angebot, zu viele Call-to-Actions oder fehlende Vertrauenssignale wie Bewertungen und Siegel.
Was ist eine gute Conversion Rate?
Als grobe Orientierung aus der Folge: Online-Shops liegen meist bei 1,5–4 %, Anfragen bei Dienstleistungen bei 3–9 %. Wichtiger als der Vergleich mit anderen ist aber, dass du deine eigene Conversion Rate misst und Schritt für Schritt verbesserst.
Womit sollte ich anfangen, wenn ich einen niedrigen Score habe?
Mit den Basics: Ladezeit mobil testen, den 5-Sekunden-Test machen und einen einzigen klaren Call-to-Action einbauen. Diese drei Punkte kannst du sofort umsetzen, ganz ohne A/B-Test – und sie wirken praktisch immer.
Ab wann lohnen sich A/B-Tests?
Ab etwa 200 Besuchern pro Monat, mit mindestens einem Monat Laufzeit pro Test. Darunter fehlen dir schlicht die Daten, um zuverlässig zu erkennen, welche Version besser funktioniert.
Wird mein Ergebnis gespeichert?
Nein, die Checkliste läuft direkt im Browser. Wenn du die Seite neu lädst, startest du wieder bei 0 von 12 – am besten arbeitest du die offenen Punkte also direkt ab oder notierst dir dein Ergebnis.
Mehr davon?
Im Podcast „Vom Klick zum Kunden“ zeigen wir jede Woche, wie Marketing wirklich funktioniert – mit Tools wie diesem zu vielen Folgen.